6 Tage in den italienischen Alpen – Tag 3

Wir lassen es am Morgen langsam angehen und kommen nach einem ausgiebigen Frühstück erst etwas später los.
Vorbei am Lago di Tenno geht es weiter Richtung Gardasee. Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir Riva del Garda, das wir diesmal links liegen lassen. Wir folgen der Occidentale bis Limone und weiter bis zur Abzweigung zur Brasa-Schlucht, dem ersten Highlight der heutigen Tour.
Ein schmales Sträßchen führt durch die Schlucht hinauf nach Tremosine sul Garda und zur Schauderterrasse mit einem wunderbaren Blick über den Gardasee.
Interessant zu sehen, welche Fahrzeuge sich hier die schmale Straße hinauf- und hinunterquetschen. Vom Motorrad bis zum Linienbus ist alles dabei, auch das eine oder andere kleinere Reisemobil. Deren Fahrer wirken teilweise doch stark überfordert.
Die Schauderterrasse selbst ist Teil des Hotels Paradiso. Leider ist die Qualität der Bewirtung dem tollen Ausblick nicht gewachsen. Wir bleiben diesmal nur für ein paar Fotos und einen Cappuccino.
Weiter geht es hinauf in die Berge. Erstaunlich, wie der Verkehr hier schlagartig abnimmt. Wir hatten auf dieser kleinen, kurvigen Route mit mehr Motorrädern gerechnet, genießen aber durchaus die kaum befahrene Straße und die Blicke in die Landschaft.

Wie sich zeigt, ist die Realität nicht immer deckungsgleich mit Google Maps oder TomTom. In diesem Fall beschert uns das eine schöne Offroad-Passage ins Nirgendwo.
Nach einer kurzen Rast in idyllischer Umgebung geht es bergab zurück zur Straße.

Die dann nach einer Weile in eine Schotterpiste übergeht. Wir rechnen schon fast damit, umkehren zu müssen, haben aber Glück: Kein Verbotsschild hält uns auf, und entgegenkommende Forstarbeiter grüßen freundlich.
Eine knappe Stunde geht es durch Wälder und an Berghängen entlang, bis wir oberhalb von Gargnano den Gardasee noch einmal sehen.
Vorbei am Stausee Lago Valvestino fahren wir über die Passstraße zum Lago d’Idro. In Idro angekommen, zieht das Wetter zu. Von Norden kommen dicke, schwarze Regenwolken. Die ersten Motorradfahrer kommen uns von dort triefnass entgegen, und wir beschließen, die Tour für heute zu beenden.
Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist nicht groß. Ein kleines Albergo, bei dem wir die ATVs zusammen mit ein paar Motorrädern in der Einfahrt abstellen können, reicht uns vollkommen.
Das Wetter tobt sich dann glücklicherweise im Norden des Sees aus und so können wir nach dem Abendessen noch einen schönen Spaziergang am Lago d’Idro entlang genießen.

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